Bayerisches Hauptstaatsarchiv

Identity area

Identifier

DE-M333

Authorized form of name

Bayerisches Hauptstaatsarchiv

Parallel form(s) of name

  • Bavarian State Archives
  • Les Archives de l'Etat de Bavière
  • Los Archivos del Estado de Baviera

Other form(s) of name

  • BayHStA

Type

  • National

Contact area

Type

Address

Street address

Schönfeldstraße 5-11

Locality

München

Region

Country name

Germany

Postal code

80539

Telephone

+49 89 28638 2596

Fax

+49 89 28638 2954

Note

Description area

History

Das Bayerische Hauptstaatsarchiv wurde mit Verordnung vom 16. Juli 1921 (GVBl S. 379) durch den organisatorischen Zusammenschluss der bis dahin in München bestehenden drei Zentralarchive, des Allgemeinen Reichsarchivs, des Geheimen Staatsarchivs, des Geheimen Hausarchivs, sowie des damaligen Kreisarchivs München (heute Staatsarchiv München) gegründet. Die genannten drei Zentralarchive waren durch das Archivstatut Kurfürst Max IV. Josephs vom 26. Juni 1799 aus den bis zu diesem Zeitpunkt in München bestehenden wittelsbachischen Zentralarchiven, dem Inneren oder Geheimen (Urkunden-) archiv, dem Äußeren (Akten)archiv und der für das Auswärtige Departement des Geheimen Rats eingerichteten Geheimen Staatsregistratur nach Sachpertinenz gebildet worden. Das Geheime Landesarchiv (seit 1812 Allgemeines Reichsarchiv) sollte nach dem Archivstatut von 1799 die für die innere Landesverwaltung und die Beziehungen zu den einzelnen deutschen Reichsständen bezüglichen Archivalien aufnehmen, das Geheime Staatsarchiv erhielt die Masse des Schriftguts der Geheimen Staatsregistratur und war für die Archivalien bestimmt, die das Verhältnis Kurpfalzbayerns zum Ausland und zum Reich zum Inhalt hatten, und das Geheime Hausarchiv sollte für das die wittelsbachischen Familienangelegenheiten im weitesten Sinne betreffende Schriftgut zuständig sein.
Nach der Verordnung über die Gliederung der Staatlichen Archive Bayerns vom 28. Mai 1990 (GVBl S. 175) obliegt dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv „die Archivierung des Archivguts der staatlichen Stellen, die für das gesamte Staatsgebiet zuständig sind“. Im einzelnen ist es als Zentralarchiv für das Herzogtum, Kurfürstentum, Königreich und den Freistaat Bayern zuständig für die ehemaligen kur­bayerischen und pfalz-neuburgischen Zentralarchive und Zentralbehör­den, die bei Bayern verbliebene kurpfälzische und pfalz-zweibrückische Überlieferung, die Archive der im Rahmen der Säkularisation und Mediatisierung zu Be­ginn des 19. Jh. an Bayern gefallenen geistlichen und weltlichen Institutionen des Bayerischen Reichskreises (ohne Oberpfalz) (Abteilung I Ältere Bestände), für die bayerischen Staatsministerien und sonstigen für ganz Bayern zuständigen Landesbehörden seit ca. 1800 (Abteilung II Neuere Bestände), für nach Sachpertinenz gebildete Mischbestände überwiegend kurpfalzbayerischer und königlich-bayerischer zentralbehördlicher Provenienzen zur Geschichte des Hauses Wittelsbach sowie das von Mitgliedern des kgl. Hauses übergebene Schriftgut (Abteilung III Geheimes Hausarchiv), das Archivgut der ehemaligen bayerischen Armee vom 17. Jh. bis 1919 (Abteilung IV Kriegsarchiv) und das Schriftgut der nicht selbst archivierenden, unter Aufsicht des Staates stehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts sowie nichtstaatliches Archivgut zur Ergänzung der Behördenakten, nämlich politische Nachlässe, Verbandsschriftgut und Sammlungsgut wie Plakate, Flugblätter, Druckschriften etc. (Abteilung V Nachlässe und Sammlungen).
Nach der zitierten Gliederungsverordnung obliegen dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv weiterhin „die ihm zugewiesenen zentralen fachlichen Aufgaben“. Diese bestehen zur Zeit in der praktischen Durchführung der Reprographie einschließlich der Sicherungs- und Schutzverfilmung sowie der Restaurierung und Konservierung.
Die drei Zentralarchive (das Allgemeine Reichsarchiv, das Geheime Staatsarchiv, das Geheime Hausarchiv) waren durch das Archivstatut Kurfürst Max IV. Josephs vom 26. Juni 1799 aus den bis zu diesem Zeitpunkt in München bestehenden wittelsbachischen Zentralarchiven, dem Inneren oder Geheimen (Urkunden-) archiv, dem Äußeren (Akten)archiv und der für das Aus­wärtige Departement des Geheimen Rats eingerichteten Geheimen Staatsregistratur nach Sachpertinenz gebildet worden. Das Geheime Landesarchiv (seit 1812 Allgemeines Reichsarchiv) sollte nach dem Archivstatut von 1799 die für die innere Landesverwaltung und die Beziehungen zu den einzelnen deutschen Reichsständen bezüglichen Archivalien aufnehmen, das Geheime Staatsarchiv erhielt die Masse des Schriftguts der Geheimen Staatsregistratur und war für die Archivalien bestimmt, die das Verhältnis Kurpfalzbayerns zum Ausland und zum Reich zum Inhalt hatten, und das Geheime Hausarchiv sollte für das die wittelsbachischen Familienangelegenheiten im weitesten Sinne betreffende Schriftgut zuständig sein. In das Geheime Staats- und in das Geheime Hausarchiv gelangten entsprechend ihrer Zuständigkeit auf diese Weise auch umfängliche Bestände aus den Archiven der Kurpfalz und Pfalz-Zweibrückens. Diese Archive bildeten von der Gründung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs im Jahre 1921 bis zu seiner Neuorganisation am 1. Januar 1978 dessen Abteilungen I Allgemeines Staatsarchiv (so genannt seit 1960), II Geheimes Staatsarchiv und III Geheimes Hausarchiv.
Die Archivorganisation von 1799 führte zu einer Aufteilung gewachsener Fonds, die infolge der Unzulänglichkeit des hierfür zugrunde gelegten Prinzips sehr willkürlich und zufällig ausfiel. Das Geheime Landesarchiv wurde als Provinzialarchiv der „Provinz Baiern“ (Altbayern ohne Oberpfalz) ab 1803 auch für die Archive der durch die Säkularisation aufgelösten Klöster und Hochstifte im Bereich des heutigen Ober- und Niederbayern zuständig. Nach Errichtung des Königreichs Bayern (1806) wurde es im Jahre 1812 zum Allgemeinen Reichsarchiv erklärt, also zu einem das ganze Königreich umfassenden universalen Zentralarchiv, neben dem alle anderen im Königreich bestehenden Archive nur noch Filialen darstellen sollten. Eine Zentralisierung so großer Mengen von Archivalien, jetzt auch aus weiteren Zuwachsgebieten (z.B. Schwaben, Tirol und Salzburg), war nur bei strengster Auslese durchzuführen. Hierbei unterschied man zwischen „archivalischem“ Schriftgut, worunter man Urkunden und eine Auswahl von wichtigen Amtsbüchern und Akten (sog. Literalien) zählte, und „nichtarchivalischem“ Schriftgut, wozu die Masse der übrigen Unterlagen (Akten, jüngere Amtsbücher, Protokolle, Rechnungen etc.) gezählt wurde. Das Allgemeine Reichsarchiv sollte nur das „archivalische“ Schriftgut übernehmen. Dieses wurde hier nach Gesichtspunkten der Pertinenz der Einzeldokumente geordnet. Auf diese Weise wurden die Archive der seit der Säkularisation und Mediatisierung an Bayern gefallenen Institutionen und Territorien des altbayerisch-schwäbischen Raumes völlig miteinander vermischt, die ursprünglichen Fonds weitgehend zerstört. Im Allgemeinen Reichsarchiv wie in seinem Aktendepot (dem späteren Kreisarchiv und heutigen Staatsarchiv München) entstanden riesige Mischbestände (s.u. S. 13 u. 25). Gegenüber Franken allerdings wirkten sich diese Grundsätze letztlich nur in der Konzentration der Urkunden vor 1401 in München aus. Das als „nichtarchivalisch“ angesehene Schriftgut wurde den Archivkonservatorien, den Vorläufern der heutigen Staatsarchive (bis 1921 Kreisarchive) in den einzelnen Regierungsbezirken, überlas­sen. In München war das Archivkonservatorium als die eigentliche Aktenabteilung des Allgemeinen Reichsarchivs bis 1825 diesem direkt angegliedert und wurde mit der unveränderten Bezeichnung „Kreisarchiv München“ 1921 zu einer eigenen Abteilung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs. In dieser Eigenschaft führte es ab 1960 die Bezeichnung „Staatsarchiv für Oberbayern“. 1971 wurde es unter dem Namen „Staatsarchiv München“ aus dem Verband des Bayerischen Hauptstaatsarchivs herausgelöst und als selbstständige Behörde den übri­gen Staatsarchiven in Bayern gleichgeordnet.
Die Archivorganisation von 1799 und die in ihrer Folge eingetretene Zerstörung der gewachsenen Fonds standen im Gegensatz zu dem seit dem 19. Jh. geforderten und heute als archivischem Grundsatz allgemein anerkannten Provenienzprinzip, d.h. der geschichtsbezogenen Ordnung der Archivalien nach ihrer Herkunft. Trotz des organisatorischen Zusammenschlusses der Münchener Zentralarchive von 1921 wurde diesen Forderungen in der Praxis jedoch nur zögernd Raum gegeben. Die einzelnen Abteilungen des Hauptstaatsarchivs verblieben in ihren angestammten, voneinander getrennten Räumlichkeiten, und eine Beständebereinigung zwischen ihnen wurde nicht in Angriff genommen. Aber man machte einen ersten Schritt hin zur Wiederherstellung historischer Zusammenhänge, indem man begann, das Provenienzprinzip auf die nahezu vollständig in der ehemaligen Abteilung I des Hauptstaatsarchivs verwahrten Urkun­den des altbayerisch-schwäbischen Archivbereichs anzuwenden. So sind diese Urkundenfonds inzwischen – vor allem aufgrund der systematischen Analysen der 1960er und 1970er Jahre – wieder aufgebaut. Die historischen Akten- und Amtsbuchbestände (in Bayern seit dem 19. Jh. meist zusammenfassend als Literalien bezeichnet) waren nicht nur zwischen den Münchener Zentralarchiven, sondern auch zwischen diesen und den Staatsarchiven (vorher Archivkonservatorien, dann Kreisarchive) in Altbayern und Schwaben aufgeteilt worden. Hier setzte die Wiederherstellung historischer Fonds zunächst einmal die Festlegung ein­deutiger Zuständigkeiten für die historischen Bestände voraus. Dies geschah durch eine umfassende Beständebereinigung im altbayerisch-schwäbischen Raum und war eine wichtige Voraussetzung für die Neugliederung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs vom 1. Januar 1978. Die historische Zuständigkeit im altbayerischen Raum wurde in der Weise festgelegt, dass das Bayerische Hauptstaatsarchiv zuständig für alle Archivalien der kurbayerischen und pfalz-neuburgischen Zentralbehörden sowie der Hochstifte, Klöster und wenigen weltlichen Reichsstände des ehemaligen Bayerischen Reichskreises (ohne Oberpfalz) wurde, während den Staatsarchiven München und Landshut die kurbayerischen Mittel- und Unterbehörden zugewiesen wurden. Für die Bestände der historischen Oberpfalz (Fürstentum der Oberen Pfalz) ist das Staatsarchiv Amberg zuständig. Diese erstmalige Festlegung eindeutiger Zuständigkeiten im altbayerischen Archivbereich hatte einen Austausch von Beständen großen Ausmaßes zwischen diesen Archiven zur Folge. Die Archivalien des ehemaligen Schwäbischen und Österreichischen Reichskreises wurden dem schwäbischen Staatsarchiv zugewiesen, das sich seit 1989 in Augsburg befindet Die zuletzt noch in München zentralisierten Urkunden fränkischer Provenienzen bis zum Jahre 1400 wurden 1993/94 den Staatsarchiven in Bamberg, Nürnberg und Würzburg zurückgegeben.
Der Umzug in den Neubau an der Schönfeldstraße war der Anlass, die geplante Neuorganisation des Bayerischen Hauptstaatsarchivs am 1. Januar 1978 Wirklichkeit werden zu lassen. Ihr Kernstück war die Vereinigung der auf die ehemaligen Abteilungen I Allgemeines Staatsarchiv (ehemaliges Allgemeines Reichsarchiv) und II Geheimes Staatsarchiv aufgeteilten Bestände und ihre Gliederung in je eine Abteilung für die älteren und neueren Bestände mit dem zeitlichen Schnitt um 1800.
Das Bayerische Hauptstaatsarchiv besteht seit diesem Zeitpunkt aus den sechs Abteilungen: Z (Zentrale Angelegenheiten), I (Ältere Bestände), II (Neuere Bestände), III (Geheimes Hausarchiv), IV (Kriegsarchiv, 1885 errichtet und 1946 dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv als Abteilung angegliedert) und V (Nachlässe und Sammlungen).

Geographical and cultural context

Mandates/Sources of authority

Administrative structure

Records management and collecting policies

Buildings

Holdings

Die Bestände des Bayerischen Hauptstaatsarchivs umfassen zur Zeit (31.12.2010) rund 3,8 Millionen Archivalieneinheiten im Umfang von annähernd 50.000 laufenden Metern (lfm). Sie setzen sich im einzelnen zusammen für die Zeit vor 1800 aus 278.000 Ur­kun­den (3.460 lfm), über 600.000 Akten und Bänden (13.000 lfm) und nach Metern nicht er­fassten Selekten und Sammlungen von knapp 25.000 Karten und Plänen sowie 225.000 Siegelreproduktionen und Wappenbildern, für die Zeit nach 1800 aus 5.300 Urkunden (90 lfm), 1.700.000 Akten (30.000 lfm), 314.000 Karten und Plänen, modernem Sammlungsgut (Plakate, Flug­blät­ter, Fotos, Bilder etc.) im Umfang von 580.000 Einh. (1.400 lfm) und Archivalien in Filmform mit 150.000 Einheiten.
Das Bayerische Hauptstaatsarchiv verwahrt die schriftliche Überlieferung beider Kammern des Landtages des Königreiches (1819–1918). Bereits 1934 wur­den die Bestände der Kammer der Reichsräte (Sitzungsprotokolle, Matrikel und Personalakten der Reichsräte, Sachakten) übernommen. 2004 gelangten das Schriftgut der Kammer der Abgeordneten in das Hauptstaatsarchiv, desgleichen die Akten des im Rah­men der Bamberger Verfassung 1919–1933 täti­gen Landtages. Im Zuge der Aufhebung des Bayerischen Senats zum Jahresende 1999 erfolgte auch die Übernahme von dessen Verhandlungen und Verwaltungsakten (ab 1947).
Staatsrat (1799–1918): Der große und nur mit wenigen, wenn auch schmerzlichen Lücken überlieferte Kernbestand zu Gesetzgebung und Administration im 19. Jh. umfasst Sitzungsprotokolle (darunter der Geheimen Staatskonferenz und des Ministerrates) und Akten, v.a. zu Gesetzentwürfen, Kompetenzkonflikten und Beschwerden gegen Verwaltungsorgane.
Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrat: 38 Einh., v.a. des Vollzugsrates der Arbeiterräte Bayerns, 1918–1919.
Ministerium (bis 1918: des Kgl. Hauses und) des Äußern (MA) und Staatskanzlei (StK, ab 1933): Einen Kernbestand stellte das sog. Politische Archiv (1779–1928) dar; die Aufgabenstrukturen des frühen 19. Jh. (Lehen- und Hoheitssektion, Postsektion) sind erst z.T. rekonstruiert; die Registratureinteilung des Ministeriums seit Mitte des 19. Jh. in Auswärtige Verhältnisse (A.V.), Innere Verhältnisse (I.V.), Deutsches Reich (D.R.) und Auswärtige Staaten (A.St.) ist in den Findbüchern teils vorhanden, teils auch in Wiederherstellung begriffen; eine besondere Aktengruppe „Be­setz­te Gebiete“ betrifft die nach dem Ersten Weltkrieg unter Besatzungsverwaltung stehenden Landesteile (Pfalz, östliches Saargebiet, 1919–1933). An Teilfonds sind vorhanden: Heroldenamt (Akten und Bän­de, ca. 1600–1918) einschließlich Adelsmatrikel mit Vorakten kurbayerischer Provenienzen (1808–1918), Ordensakten (1808–1918), Widmungen (von Künstlern und Gelehrten des 19. Jh. an den König und Mit­glieder des Kgl. Hauses), Damenstifte München und Würzburg (1769–1911), Karten und Pläne.
Ministerium des Innern (MInn): Der Bestand enthält noch Vorakten aus der Zeit vor Errichtung des Minis­te­riums 1806; beträchtliche bis vollständige Kriegs­ver­luste sind 1945 in den Ministerialregistraturen eingetreten, so für die Bereiche Staatsrecht, Kommunalaufsicht und Gesundheitswesen seit der 2. Hälfte des 19. Jh.; die Nachkriegsüberlieferung hingegen führt im einzelnen bereits bis in die Mitte der 1990er Jahre; Teil­fonds Karten und Pläne (v.a. zur Bildung der Herr­schafts- und Ortsgerichte gem. Organischem Edikt vom 16.8.1812
Oberste Baubehörde (OBB) im Ministerium des Innern (ab 1830): Diese Akten werden als stabile Re­gistratur gesondert archiviert (Vorakten ab 17. Jh.). An Teilfonds bestehen: Karten und Pläne (etwa 7.000 Hoch-, Tief- und Wasserbaupläne ab ca. 1800, vgl. hierzu Saupe, in: Mitteilungen für die Archivpflege in Bayern, Sonderheft 9) und Fotos (ca. 1.000); Regist­ra­turverluste betreffen v.a. den Zeitraum 1880/1890–1945
Landesversicherungsamt (1886–1935, 1946–1954): Dieser Bestand umfasst Schriftgut zu Behördenaufsicht und Rechtsprechung im Sozialversicherungswesen. Die Überlieferung liegt nahezu vollständig in der Zeit vor 1935. Nachfolger im Bereich der Rechtsprechung ist das Landessozialgericht
Versicherungskammer (BVK): Außer wenigen Sach­ak­ten sind nur Personalakten von Bediensteten der Brand­versicherungsbehörden (1811–1987) übernommen worden.
Gendarmeriekorps-Kommando: Die rd. 1300 Sachakten aus dem Zeitraum 1812–1918 betreffen Formation, Dienstbetrieb, Ausrüstung und Einsätze der Gendarmerie-Einheiten.
Polizeischule Fürstenfeldbruck (1872-1975): Die Überlieferung umfasst Unterlagen zur Ausbildung der Polizeibataillone für die Partisanenbekämpfung an der Ostfront sowie zur psychologischen und taktischen Ausbildung für den geschlossenen Einsatz, zur internationalen Zusammenarbeit der Polizeiverbände und zur Kriminalistik.
Ministerium der Justiz (MJu): Ältere Abgaben dieses Ministeriums (darunter Personalakten und Strafsachen) wurden im Archiv durch Fliegerangriff vernichtet; gleichwohl besteht eine breite Überlieferung von 1799 bis zur Verreichlichung der Justiz 1934/35, z.B. zu Rechtsnormen und zu allen Sparten der Justizverwaltung; Schriftgut aus der Nachkriegszeit wurde erst für Teilaspekte übernommen (darunter jahrgangsweise Berichte über wichtige Fälle in der Strafrechtspflege, NSG-Berichtsakten, zahlreiche Personalakten).
Bayerisches Oberstes Landesgericht (BayObLG): Es liegen Sammlungen von bedeutsamen Urteilen und Beschlüssen aus den Zeiträumen 1900–1935 und ab 1950 bis zur Gegenwart vor. Aus der Zeit vor der ersten Aufhebung 1935 sind keine Verfahrensakten überliefert.
Ministerium für Unterricht und Kultus (MK) (1847 Ministerium des Innern für Kirchen- und Schulangelegenheiten, 1918 Ministerium für Unterricht und Kul­tus, 1986 Teilung in Ministerium für Unterricht und Kultus und Ministerium für Wissenschaft und Kunst, 1990 Zusammenlegung dieser beiden Ministerien, 1998 neuerliche Teilung): Durch Kriegs­ein­wir­kung im Archiv und Brandschaden in den Registraturen 1947 traten Verluste bei Personalakten und bei den Unterlagen v.a. über Kultusangelegenheiten, den Schul-, Hochschul- und Wissenschaftsbereich des gesamten 19. Jh. ein; große Lücken bestehen auch im Sektor Kunst; neuere Abgaben aus den verschiedenen Aufgabenfeldern (Kulturpolitik, Schulwesen aller Zwei­ge, Universitäten, außeruniversitäre Forschungsein­richtungen, Denkmalpflege) reichen bis in die Mitte der 1980er Jahre. Die 41 Präko­nisati­ons­urkunden der Päpste für die bayerischen Bischöfe (1822–1917) stam­men aus Abgaben des Ministeriums des Innern für Kirchen- und Schulangelegenheiten.
Gesandtschaften des Kurfürstentums und Königreiches bzw. des Freistaates (vor 1778 bzw. 1799 auch kur­pfälzische und pfalz-zweibrückische Gesandt­schaf­ten) bei auswärtigen Mächten.
Konsulate.
Sonstige Vertretungen Bayerns bei deutschen und europäischen Einrichtungen.
onderbestände.

Finding aids, guides and publications

Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Kurzführer der Staatlichen Archive Bayerns 2), München [1981]

Die Staats- und Landesarchive in der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp). Archivführer und Inventar der grenzüberschreitenden Überlieferung. Im Auftrag der Archivdirektorenkonferenz der Arge Alp hrsg. von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, München 1995.

Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Kurzführer der Staatlichen Archive Bayerns, Neue Folge), München 1996 (2006).

Archive in München, hrsg. vom Stadtarchiv München in Verbindung mit dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv, München 1996.

Handbuch der bayerischen Archive, hrsg. vom Bayerischen Archivtag, München 2001.

http://www.gda.bayern.de/publikationen/index.php?group=1

http://www.gda.bayern.de/findmittel/index.php?id=2

http://www.gda.bayern.de/findmittel/ead/index.php?goto=hauptstaatsarchiv

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