Filmarchiv Austria, Audiovisuelles Zentrum Wien im Augarten

Bereich 'Identifikation'

Identifikator/Signatur

Autorisierte Namensform

Filmarchiv Austria, Audiovisuelles Zentrum Wien im Augarten

Parallele Namensformen

Andere Namensformen

Art

Kontaktfeld

Art

Adresse

Straße

Obere Augartenstraße 1

Locality

Region

Ländername

Österreich

Postleitzahl

1020

Telefon

+43 1 216 13 00

Fax

+43 1 216 13 00 100

Anmerkung

Beschreibungsfeld

Geschichte

Im Oktober 1997 hat das Filmarchiv Austria mit dem Audiovisuellen Zentrum Wien im Augarten seinen neuen Hauptstandort eröffnet. Die im unmittelbaren Eingangsbereich des Barockparkes gelegenen Wirtschaftsgebäude des Schloss Augarten aus dem 18. Jahrhundert boten nach der Generalsanierung die idealen Voraussetzungen für die Einrichtung eines modernen Medienarchivs. Im Audiovisuellen Zentrum Augarten ist es nun möglich, das umfangreiche filmische Erbe unseres Landes einem breiten Interessentenkreis in attraktivem Ambiente zugänglich zu machen. In den entsprechenden Abteilungen können die Sammlungen des Hauses direkt gesichtet werden.
Neben der administrativen und technischen Infrastruktur wurde im Audiovisuellen Zentrum Augarten ein eigenes Studienzentrum etabliert. Hier können sämtliche Sammlungen des Filmarchivs gesichtet werden. Die umfangreiche Filmbibliothek verfügt über 30 000 Bücher und 17 000 Zeitschriften. In der Filmothek stehen ca. 20 000 Videos und DVDs für Ansichtszwecke zur Verfügung. Zum Studienzentrum gehört ein modern ausgestattetes Studiokino. Hier können die Materialien der Filmothek auch in Großprojektion gesichtet werden. Darüber hinaus finden hier Vorlesungen und Seminare in Kooperation mit Universitäten und Fachhochschulen statt.
Das ebenfalls am Standort Augarten eingerichtete Filmdokumentationszentrum des Filmarchivs betreut die größte Foto- und Filmstills-Sammlung Österreichs sowie zahlreiche Spezialsammlungen, u.a. die weltweit größte Filmprogrammsammlung. Eine wesentliche Aufgabe dieser Abteilung ist nicht nur die Sammlung historischer Materialien, sondern auch die Archivierung von Plakaten, Filmfotos und Programmen aller aktuellen, in österreichischen Kinos anlaufenden Filme. Darüber hinaus werden relevante Spielfilme und Dokumentationen österreichischer und internationaler TV-Stationen aufgezeichnet. Die Sammlungen des Filmdokumentationszentrum stehen im Studienzentrum zur Benützung zur Verfügung.
Unmittelbar mit dem Studienzentrum verbunden ist die Wissenschaftliche Abteilung des Filmarchivs, die nach innen als konzeptuelle und koordinierende Stelle für wissenschaftliche Projekte des Hauses fungiert und nach außen die Präsentationsaktivitäten betreut. In der technischen Abteilung werden Filme aller Formate professionell auf alle gängigen Video- und Digitalformate überspielt. Darüber hinaus werden nach und nach einzelne Filmsammlungen des Archivs für Benützer- und Recherchezwecke digitalisiert. In der Abteilung Kundenservice werden sämtliche Benützeranfragen bezüglich kommerzieller Nutzung von Archivmaterialien betreut. Im Zusammenwirken mit dem Zentralfilmarchiv Laxenburg und der technischen Abteilung im Augarten ist das Kundenservice des Filmarchiv Austria in der Lage, Projekte weltweit rasch und kompetent von der Anfrage bis zur Lieferung von Kopien in Sendequalität zu bearbeiten.

Geographischer und kultureller Zusammenhang

Mandates/Sources of authority

Verwaltungsstruktur

Records management and collecting policies

Gebäude

Bestände

Die Sammlung historischer Filmdokumente umfasst im engeren Sinn des Wortes sämtliche dokumentarischen Filmaufnahmen des Archivs und umspannt eine Periode von über 100 Jahren. Für die Frühzeit des Kinos in Österreich markiert die umfangreiche Sammlung historischer Filmdokumente aus dem gesamten Gebiet der österreichisch-ungarischen Monarchie einen bedeutenden Schwerpunkt. Ab den 20er-Jahren ist die Überlieferung filmischer Dokumente zur österreichischer Zeitgeschichte noch dichter. Viele historische Ereignisse und Zäsuren beginnend mit der Ausrufung der Republik wurden filmisch festgehalten. Wesentliche Filmdokumente aus der Zeit der 1. Republik stammen aus der ehemaligen Staatlichen Hauptbildstelle für Lichtbild und Bildungsfilm – diese Sammlung bildete den Grundstock für die Gründung des Filmarchivs 1955. Zentralbestände des Archivs sind die teilweise geschlossenen Sammlungen österreichischer Wochenschauen. In den letzten Jahren konnten die Sammlungen historische Filmdokumente aus den Bundesländern stark erweitert werden – seit 1997 veröffentlicht das Filmarchiv Austria diese Materialien nach der Restaurierung im Rahmen der Video- und DVD-Editionen „Österreich in historischen Filmdokumenten“ und „Österreichische Wochenschauen“.
Die österreichischen Wochenschauen zählen zu den Zentralbeständen des heimischen Filmerbes. Im Filmarchiv Austria finden sich Dokumente der Kinoberichterstattung von den 30er- bis in die 80er- Jahre. Für die Zeit des Ständestaates liegt die Wochenschau ÖSTERREICH IN BILD UND TON (1933-1938) vor. Nach dem „Anschluss“ wurde die Wochenschau als OSTMARK-WOCHE weiter produziert, der diesbezügliche Archivbestand konnte vor kurzem ins Filmarchiv Austria übernommen werden. Ebenfalls vorhanden sind einige Ausgaben der von Hitler-Deutschland als wesentliches Propagandamedium eingesetzten DEUTSCHEN WOCHENSCHAU. Zeitgeschichtlich von hoher Relevanz sind auch die Wochenschauen der Besatzungsmächte, von der britisch-amerikanischen Produktion WELT IM FILM befinden sich nahezu geschlossene Jahrgänge im Archiv. Die 1949 gegründete AUSTRIA WOCHENSCHAU war das erste staatliche Bildnachrichtenmedium der 2. Republik. Die weitgehend vollständig erhaltene Sammlung der AUSTRIA WOCHENSCHAU wurde 1998 ins Filmarchiv Austria eingegliedert.
Das Filmarchiv Austria betreut in Laxenburg die größte Filmsammlung Österreichs. Unter den derzeit über 70 000 Filmtiteln (das sind derzeit etwa 250 000 Filmdosen) bilden österreichische Produktionen, Spielfilme und historische Filmdokumente aller Genres einen besonderen Schwerpunkt. Zu den zahlreichen Spezialsammlungen zählt der so genannte „Goldstaub-Bestand“ (bedeutendeste Sammlung zur Frühgeschichte des Kinos), eine extensive Kollektion mit Filmdokumenten aus der Monarchiezeit, die Sammlung Reinthaler (Österreichs größter Bestand zum Kino der 10er-Jahre), die Sammlung Köfinger (Tourismusfilme aus der Stummfilmzeit), mehrere nahezu vollständige Wochenschau-Bestände ab den 30er-Jahren, das Archiv der Austria Wochenschau, usw. Die Kultur- und Zeitgeschichte Österreichs im 20. Jahrhundert kann mit diesem Gesamtbestand repräsentativ dokumentiert werden. Die ältesten im Filmarchiv erhaltenen Titel sind Wien-Aufnahmen der Gebrüder Lumière aus 1896, der älteste erhaltene österreichische Film stammt aus dem Jahr 1903, DER KAISERBESUCH IN BRAUNAU/INN, aufgenommen vom Wanderkinobesitzer Johann Bläser.
Neben dem Sammlungsschwerpunkt Österreichische Filmgeschichte hat sich das Filmarchiv Austria auf das frühe Kino spezialisiert. Die diesbezüglichen Bestände sind von herausragender internationaler Bedeutung und umfassen zahlreiche weltweite Unikatskopien. Im Bereich des österreichischen Films wurden in den letzten Jahren Schwerpunkte zum Stummfilm und zu den österreichischen Tonfilmproduktionen bis 1938 gesetzt. Dies betrifft sowohl die Restaurierung der eigenen Bestände als auch die weltweite Recherche und Repatriierung österreichischer Filme in internationalen Archiven. Die Nitrofilmsammlung (derzeit ca. 22 000 Filmdosen) ist der historische Kernbestand des Archivs. Die Restaurierung und Umkopierung dieser in einem Spezialbunker archivierten Materialien zählt zu den wichtigsten Aufgaben der Archivare in Laxenburg.

Spanning a period of over 100 years, the collection of historic film documents encompasses – in the truest meaning of the word – all documentary film material held within the archive. An extensive collection of historic film documents originating from the realm of the Austro-Hungarian Empire forms the collection’s central focus point within the field of early Austrian cinema. The relationship between film documents and Austrian contemporary history becomes even closer from the 1920s onwards, since many events and turning points in history – beginning with the proclamation of the Republic of Austria – were captured on film. The most significant film documents from the period of the 1st Republic originate from the former Federal Office for Photography and Educational Film (SHB), the self-same collection which formed the framework for the establishment of the Filmarchiv in 1955. Further key items in the archive include partially complete sets of Austrian weekly newsreels. In recent years we have successfully and extensively expanded our collections of historic documents from the various Austrian provinces and, since 1997, have been releasing this restored material within the framework of two video and DVD series: “Austria in Historic Film Documents” and “Austrian Weekly Newsreels”.
Austrian weekly newsreels represent one of the most significant areas of the country’s film-related heritage. The Filmarchiv Austria houses documents of the news coverage shown in native cinemas from the 1930s right up to the 1980s. An example from the period before the Second World War is the newsreel ÖSTERREICH IN BILD UND TON (1933-1938). After the annexation of Austria by Germany the newsreel tradition continued under the name of OSTMARK-WOCHE, the stock of which was recently acquired by the Filmarchiv Austria. Also forming part of the collection are several editions of the DEUTSCHE WOCHENSCHAU, which was employed as a crucial tool for the dissemination of propaganda in Hitler’s Germany. Of greater relevance to contemporary history are the weekly newsreels produced by the occupying forces: the archive holds virtually complete series of the Anglo-American production WELT IM FILM. AUSTRIA WOCHENSCHAU, founded in 1949, was the first state-run visual news medium of the 2nd Republic. The sizeable and completely preserved collection of the AUSTRIA WOCHENSCHAU was integrated into the Filmarchiv Austria in1998.
The Filmarchiv Austria oversees the largest film collection in the country at its archives in Laxenburg. Native productions, feature films and historic film documents covering all genres are a particular focal point of the over 70 000 film titles (that adds up to roughly 250 000 film cans) currently housed in the collection. Examples of the various special collections in possession of the Filmarchiv Austria include the so-called "Gold Dust Collection" (a significant assortment of material relating to the early history of cinema), an extensive collection containing film documents from the time of the monarchy, the Reinthaler Collection (Austria’s largest holding of cinema from the 1910s), the Köfinger Collection (tourism films from the silent era), numerous nearly intact sets of weekly newsreels from 1930 onwards, as well as the archive of the AUSTRIA WOCHENSCHAU. Austria’s cultural and contemporary history in the 20th century can therefore be representatively documented through these collections. The oldest print preserved in the archive consists of shots of Vienna taken by the Lumière brothers in 1896. The oldest preserved Austrian film comes from the year 1903: IMPERIAL VISIT IN BRAUNAU (INN) which was shot by Johann Bläser, the owner of a touring cinema.
Alongside its principal area of focus, Austrian film history, the Filmarchiv Austria also specialises in early cinema. The respective holdings held within the archive are of outstanding international significance and encompass several unique international copies. In recent years the focus within the area of Austrian film has largely been concentrated on silent film and native sound films up to 1938. This pertains not only to the restoration of material stored within the archive itself, but also to international research and the repatriation of Austrian films held in foreign archives. The Nitrate Film Collection (currently levelling 22 000 film cans) forms the historic core of the archive. The restoration and transferral of this archived material in a specially designed bunker counts as one of the most important tasks of the archivists in Laxenburg.

Findmittel, Archivführer und Publikationen

Zugangsfeld

Öffnungszeiten

Zugangsbedingungen und Auflagen

Zugänglichkeit

Servicefeld

Forschungsservices

Reproduktionsmöglichkeiten

Öffentliche Bereiche

Bereich Kontrolle

Beschreibungskennzahl

Archivcode

FUB

Rules and/or conventions used

Status

Erschließungstiefe

Daten der Bestandsbildung, der Überprüfung und der Skartierung/Kassierung

Sprache(n)

Schrift(en)

Maintenance notes

Zugriffspunkte

Zugriffspunkte

Kontaktperson

Obere Augartenstraße 1

AT 1020