Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz

Identity area

Identifier

DE-B41

Authorized form of name

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz

Parallel form(s) of name

  • Secret State Archives Prussian Cultural Heritage Foundation

Other form(s) of name

  • GStA PK

Type

  • National

Contact area

Type

Address

Street address

Archivstraße 12-14

Locality

Berlin

Region

Country name

Germany

Postal code

14195

Telephone

+49 30 266 44 75 00

Fax

+49 30 266 44 31 26

Note

Description area

History

Kurz nach dem I. Weltkrieg bezog das Preußische Geheime Staatsarchiv 1924 sein heutiges Dienstgebäude, den von Eduard Fürstenau errichteten repräsentativen Neubau in Berlin-Dahlem. Während des II. Weltkriegs war 1943/ 44 der größte Teil seiner Bestände in Bergwerke bei Staßfurt und Schönebeck ausgelagert worden, von wo sie nach Kriegsende vergleichsweise unversehrt nach Merseburg gelangten. Nach Kriegsende wurde die Dahlemer Dienststelle schnell wieder für die Rettung von Akten sowohl staatlicher Behörden als auch nichtstaatlicher Einrichtungen aktiv und 1946 zum Hauptarchiv für Behördenakten ernannt (ab 1950: Berliner Hauptarchiv, in sukzessiver Abgrenzung zum Landesarchiv Berlin). Seit 1963 gehört das Dahlemer Haus wieder unter dem Namen Geheimes Staatsarchiv zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz (Archivsigle seitdem: GStA PK). Alsbald erfolgte die Abgabe der nach 1945 eingesammelten Reichsprovenienzen an das Bundesarchiv. Andererseits erhielt das GStA PK die Überlieferung des preußischen Justizministeriums. Des weiteren wurden ihm 1978/79 die (zuvor im Göttinger Archivlager verwahrten) Bestände des ehemaligen Staatsarchivs Königsberg anvertraut und mit der Verantwortung für dieses einzigartige kulturelle Erbe seine ihm mittlerweile erwachsene Zuständigkeit für Überlieferungen aus dem Bereich der ehemals preußischen Ostprovinzen sanktioniert. Unterdessen wurden die in Merseburg gelagerten Archivalien zunächst vom Deutschen Zentralarchiv Historische Abteilung II (seit 1976: Zentrales Staatsarchiv, Dienststelle Merseburg) betreut. Nach der deutschen Wiedervereinigung gelangten diese Bestände 1993/94 nach Berlin zurück, wo sie nun wieder die Basis der Überlieferung des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz bilden. Heute ist das GStA PK aufgrund seiner historischen Entwicklung und in einer seit der Beseitigung des preußischen Staates 1947 gewandelten Archivlandschaft, in die z. B. auch das 1949 gegründete Brandenburgische Landeshauptarchiv Potsdam einzubeziehen ist, zunächst für die Überlieferung der zentralen Instanzen des ehemaligen Brandenburg-Preußen zuständig, darüber hinaus auch für bestimmte Provinzialüberlieferungen und nichtstaatliches Schriftgut. Es verwahrt auf differenzierter Rechtsgrundlage gegenwärtig ca. 35.000 laufende Meter Archivalien sowie eine Dienstbibliothek mit etwa 185.000 Bänden und 200 laufenden Zeitschriften. Seine Tektonik umfasst: Bestände der zentralen Verwaltungs- und Justizbehörden Brandenburg-Preußens, der preußischen Parlamente und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz; das Brandenburg-Preußische Hausarchiv sowie das Heeresarchiv (bis 1866/67, soweit nicht vernichtet); bestimmte Territorialüberlieferungen und Provinzialbehörden (v. a. der ehemaligen preußischen Ostprovinzen); nichtstaatliche Provenienzen (v. a. brandenburg-preußisch akzentuierte Nachlässe und Familienarchive; weiterhin Schriftgut von Freimaurerlogen und vergleichbaren Organisationen) sowie archivische Sammlungen (mit besonders reichhaltiger Kartenüberlieferung).
Die archivische Zuständigkeit („Sprengelkompetenz“) des GStA PK ist einerseits historisch gewachsen und andererseits aktuell unverzichtbar mit einer dialektischen Auffassung von „Brandenburg-Preußen“ verknüpft. Sie begreift in geschichtlicher Rückschau die Markgrafschaft und das aus dem Deutschordenstaat hervorgegangene Herzogtum, das Kurfürstentum und das Königreich sowie den Freistaat in der Entwicklung seiner Territorien vom Niederrhein bis nach Ostpreußen ebenso als Ganzes wie als Summe der einzelnen Teile.
In seiner 1947 ausgesetzten, 1990 aber wiederhergestellten Eigenschaft als Zentralarchiv kann das StA PK an die Tradition der Generaldirektion der Preußischen Staatsarchive anknüpfen. In der Verantwortung für bestimmte Provinzialüberlieferungen hat es ebenso den (archiv-) geschichtlichen Entwicklungen insbesondere nach 1918 und 1945 Rechnung zu tragen, wie in der Verwahrung von Archivgut insbesondere aus den historischen Ostprovinzen dafür zu garantieren, dass in dessen chronologisch-systematischer Anordnung („Tektonierung“) und Erschließung der geschichtlich gewachsene Zusammenhang dieser Überlieferung in Bezug auf die jeweilige Provinz und auf die Zentrale gewahrt und erkennbar bleibt.

Geographical and cultural context

Mandates/Sources of authority

Administrative structure

Records management and collecting policies

Buildings

Holdings

Finding aids, guides and publications

Übersicht über die Bestände des Geheimen Staatsarchivs zu Berlin-Dahlem. I. Hauptabteilung (bearb.) von Ernst Müller u. Ernst Posner; II.-IX. Hauptabteilung (bearb.) von Heinrich Otto Meisner u. Georg Winter; X.-XI. Hauptabteilung (bearb.) von Reinhard Lüdicke, Leipzig 1934-39 (Mitteilungen der Preußischen Archivverwaltung, H. 24-26).

Spezialinventar des Deutschen Zentralarchivs, Abt. Merseburg. T. 1-6, Berlin 1964 (Archivalische Quellennachweise zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, Bd. 2).

Tektonik des Geheimen Staatsarchivs PK. Bearbeitet von Rita Klauschenz, Sven Kriese und Mathis Leibetseder, herausgegeben von Jürgen Kloosterhuis. Berlin 2011 (Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, Arbeitsbericht 12).

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Status

Draft

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Partial

Dates of creation, revision and deletion

Language(s)

  • German

Script(s)

  • Latin

Maintenance notes

Aleksandra, Pawliczek

Access points

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Archivstraße 12-14
Berlin
DE 14195